Keith Weed Unilever zu Influencer Marketing

Unilever möchte für mehr Werbe-Transparenz in den sozialen Medien aktiv gegen Fake-Follower vorgehen. Eine Zusammenarbeit mit “Influencern” in den digitalen Medien, die Follower kaufen wird es niemals geben. Dies geht aus einem Bericht von Reuters vor.

Demnach ist mit zunehmendem Werbe-Engagement großer Unternehmen in den Social-Media wie Facebook und Instagram ein eigener Industriezweig an “Influencern” entstanden, in der Prominente für Produkte über ihre Accounts Werbebotschaften posten. Das Honorar hängt dabei meist von der Anzahl der Follower ab, die durch Zukauf künstlich gesteigert werden kann. Die Praxis Follower zu kaufen birgt allerdings das Risiko, dass durch einen Vertrauensverlust der gesamte “Influencer”-Markt mit Milliarden Umsätzen gefährdet wird.

Unilevers CMO Keith Weed hat in diesem Kontext in einer Pressekonferenz deutlich gemacht, dass das Unternehmen nicht mit Influencern zusammenarbeiten wird, die Follower kaufen. Zudem sollen Partner, die zu einer höheren Transparenz beitragen und dabei helfen schlechte Praktiken innerhalb der Branche zu dezimieren priorisiert werden. Da Influencer oft eine tiefgreifende und direkte Verbindung zu den Konsumenten haben, bezeichnete das Unternehmen das Ausmaß und den Umfang des Influencer-Marketings als zunehmend wichtig im Marketing-Mix. Dennoch müsse man alle erdenklichen Kontrollen einführen, um schlechte Praktiken wie Fake-Follower, Bots, Betrug oder jegliche unehrlichen Geschäftsmodelle, die am Vertrauen des Ökosystem nagen zu unterbinden.

Keith sagte, ein möglicher Weg zur Wiederherstellung des Vertrauens in das digitale Ökosystem wäre die Integrität und Transparenz im Influencer-Bereich zu steigern. Dies könne durch verantwortungsbewusste Inhalte, Plattformen, Infrastruktur und die Umsetzung dringender Maßnahmen realisiert werden, um so das Vertrauen erneut aufzubauen bevor es keines mehr gibt.

Weed fügte hinzu:

The key to improving the situation is three-fold: cleaning up the influencer ecosystem by removing misleading engagement; making brands and influencers more aware of the use of dishonest practices; and improving transparency from social platforms to help brands measure impact.

Demnach sei der Schlüssel zum Erfolg in drei Kategorien zu unterteilen:

  • Bereinigung des Influencer-Bereiches durch das Entfernen irreführender Beiträge.
  • Sensibilisierung von Unternehmen und Marken hinsichtlich unehrlicher Praktiken.
  • Steigerung der Transparenz auf Social-Media Plattformen für eine bessere Erfolgsmessung der Marken.

In diesem Zusammenhang hat sich Unilever für folgende Punkte in die Pflicht genommen:

  1. Influencer-Transparenz: Unilever wird nicht mit Influencern zusammenarbeiten, die Follower kaufen.
  2. Marken-Transparenz: Unilever wird niemals Follower kaufen.
  3. Plattform-Transparenz: Unilever wird Partner, die zur Steigerung von Transparenz und Beseitigung schlechter Praktiken im Ökosystem beitragen priorisieren.

Unilever ist mit einem jährlichen Brand und Marketing-Invest in Höhe von 7 Milliarden Euro einer der weltweit führenden Werbetreibenden. Bereits im Februar verkündete Weed nicht mit Plattformen zu arbeiten, die Hass schüren, spalten oder es versäumen Kinder in angemessenen Maß zu schützen. Dies sei ein weiteres klares Bekenntnis in Richtung Zusammenarbeit mit verantwortungsvollen Plattformen, die eine positive Wirkung auf die Gesellschaft haben.

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