Was ist SEO Teil II – On-Page Optimierung – Content

Onpage Optimierung Content

Nach einer Einführung in die wichtigsten Meta-Tags im Bezug auf die On-Page Optimierung, folgen nun die wichtigsten SEO-Erkenntnisse im Bezug auf den Content einer Website. Beschrieben werden die Optimierung des Textes, von Bildern und Videos.

Übersicht bisher:

Was ist SEO Teil I – Grundlagen

Was ist SEO Teil II – On-Page Optimierung

Kurzfassung: Was ist Content überhaupt und worum geht es bei der Optimierung?

Content umfasst jeglichen Inhalt einer Seite. Damit sind nicht nur Texte, sondern z.B. auch Bilder, Videos oder Audiodateien gemeint. Der Inhalt einer Website ist für ein gutes Ranking in den SERPs (Ergebnisseiten der Suchmaschine) eines der wichtigsten Kriterien überhaupt. Denn Suchmaschinen lieben guten und hochwertigen Content. Dabei gibt es einige Dinge zu berücksichtigen, da nicht jeder Inhalt von den Suchmaschinen-Robots erkannt und indiziert werden kann. Bei der SEO Content geht es genau darum, diesen Rahmen zu schaffen. Inhalte sollen nicht nur informativ sein und dem Betrachter einen Nutzern stiften, sondern auch für die Suchmaschine sichtbar sein.

Optimierung von Texten

Bevor genauer darauf eingegangen wird, was es zu berücksichtigen gibt, sollte eines vorweg genommen werden. Texte und andere Inhalte werden primär für den Nutzer erstellt und nicht für die Suchmaschine. Das heißt, es muss zunächst sichergestellt werden, dass der erstellte Content für den Nutzer informativ ist und ihm einen Mehrwert bietet. Schließlich geht es darum den Besucher der Website von dieser zu überzeugen und ihn zu begeistern. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass er Inhalte mit seinen Freunden teilt und die Website in Zukunft wieder besucht. Erst in zweiter Instanz, aber auch noch im Zuge der Erstellung des Contents, wird darauf geachtet, den erstellten Inhalt auch für die Suchmaschine sichtbar zu machen.

Der Text ist für Suchmaschinen mit Sicherheit der interessanteste Content. Denn bis auf spezielle Suchdienste wie Videos und Bilder, ist Google z.B. eine rein textbasierte Suchmaschine. Also muss auf den Text ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Welche Textlänge bzw. –menge ist empfehlenswert?

Es sollte versucht werden so viel einzigartigen Text wie möglich auf der Website zu haben. Mit einigen wenigen Sätzen werden sowohl die Leser als auch die Suchmaschinen-Robots nicht zufrieden sein. Schließlich sucht keiner nach einem bestimmten Thema, um dann mit ein paar kurzen Aussagen abgespeist zu werden. Ebenfalls sollte genügend Text für die Robots vorhanden sein. Je mehr Text vorhanden ist, desto größer ist schließlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass die eigene Seite für ein bestimmtes Keyword oder eine Keyword-Kombination in den SERPs auftaucht. Man sagt ein guter Text sollte mindestens 250 oder 300 Wörter beinhalten. Natürlich kann auch gerne doppelt so viel oder mehr geschrieben werden.  Jedoch sollte hier wieder an Punkt eins gedacht werden: Geschrieben wird zunächst für den Menschen. Zu lange Texte können schnell ermüden und die Lust rauben bzw. dazu führen, dass der Text erst gar nicht begonnen wird zu lesen, wenn nicht wirklich im ersten Satz genau der Inhalt angeführt wird, der vorher gesucht wurde. Am besten findet man hier ein Mittelmaß. Ein Tipp wäre z.B. längere Artikel in mehrere Parts aufzuteilen. Eine andere sehr gute Möglichkeit lange Texte humaner zu gestalten sind eindeutige Zwischenüberschriften. Mehr als 4 Zwischenüberschiften sollten es dann aber auch nicht sein.

Wichtig: Egal welche genaue Wortanzahl man letztlich für seine Artikel hat, die Textlängen sollten sich auf alle Fälle voneinander unterscheiden. Wenn jeder Artikel in etwa die gleiche Länge hat, könnte das verdächtig wirken. Suchmaschinen könnten die eigene Domain fälschlicherweise als eine Spamseite interpretieren. Häufig werden nämlich “Satelliten-Seiten” erstellt, die lediglich zu dem Zweck dienen, andere Websites in thematisch passenden Texten zu verlinken, um dadurch wiederum selbst Backlinks zu erhalten. Und sehr oft sind diese Texte eben immer gleich lang. Da Suchmaschinen wie Google bei jeglichem Versuch unnatürliches Linkbuilding zu betreiben rigoros durchgreifen, wäre das eine eher unerwünschte Folge “fehlerhafter” Optimierung.

Die richtige Keyworddichte

Keywords sind Schlüsselbegriffe, die für die eigene Website oder noch tiefer, für eine bestimmte Subdomain bzw. Artikel besonders relevant sind. Da man meist ein bestimmtes Thema abarbeitet, gibt es natürlich auch verschiedene Keywords, auf die der Inhalt optimiert wird.

Die Keyworddichte ist ein Indiz für Suchmaschinen, um den Inhalt der Website thematisch einzuordnen. Berechnet wird die sie ganz einfach:

Hat ein Artikel z.B. 100 Wörter und das Wort “Friseur” taucht in dem Text insg. 4 Mal auf, so würde die Keyworddichte für dieses Wort bei 4 Prozent liegen. Würde im Text 2 Mal “Kamm” stehen, dann wäre die Keyworddichte für den Begriff Kamm bei 2 Prozent. Die Suchmaschinen zählen zu dieser Berechnung einfach die Anzahl aller Begriffe und setzen sie in das Verhältnis zu den anderen. Somit wird der Schwerpunkt im Text erkannt und im Nachhinein bei der Ausgabe von Suchergebnissen berücksichtigt.

Ist bspw. auf einer Website Artikel mit einer Keyworddichte von 2 Prozent zum dem Begriff “Kamm” und auf einer anderen Website

Ist der Begriff “Kamm” in einem Artikel auf einer Seite z.B. mit einer Keyworddichte von 2 Prozent enthalten und auf einer anderen Seite mit 4 Prozent , so kann es durchaus sein, dass die zweite Seite bei einer Suche nach dem Begriff eher vor der ersten ist. Das macht Sinn, da der Begriff öfters auftaucht und wahrscheinlich besser zum Thema passt. Das muss jedoch nicht immer sein.

Man könnte nun annehmen, dass man einfach das Keyword so oft wie möglich in einen Text packt und damit der Suchmaschine klarmacht worum es geht und auch noch eine gute Position in den SERPs bekommt. So einfach ist leider auch wieder nicht. Im Gegenteil. Stopft man den Text mit Keywords voll, um die Suchmaschinen hinters Licht zu führen, so schneidet man sich ins eigene Fleisch. Diese Methode wird als Stuffing bezeichnet und führt dazu, das die eigene Site weiter hinten in den SERPs gelistet wird und nicht weiter vorne.

Als eine empfehlenswerte Keyworddichte wird heute 3 bis 4 Prozent angeführt. Man sollte auch beachten, dass nicht ungewollt andere Keywords eine höhere Dichte haben als das relevante Keyword. Um die Keyworddichte zu prüfen gibt es im Web auch zahlreiche Tools, die genutzt werden können.

Tools zur Ermittlung der Keyworddichte:

http://de.linkvendor.com/seo-tools/keyword-density.html

https://tools.sistrix.de/kd/

http://www.keyworddensity.de/index.php (für einzelne Begriffe im Text)

http://www.seochat.com/seo-tools/keyword-density/

Noch etwas zur Keywordprominenz:

Nicht jedes Wort ist wichtig. Deshalb spricht man auch von Keywords. Da die Robots der Suchmaschine nicht nur die Keyworddichte checken, sondern auch prüfen wo die Wörter stehen, sollte ebenfalls darauf geachtet, die wichtigen Begriffe soweit vorne wie möglich zu platzieren. Nach der Logik der Robots wird ein Wort, das ganz weit vorne im Text steht, nämlich wichtiger sein als ein Wort, das unten im letzten Eck auftaucht ;-)

Aufbau des Textes

Es wurde nun geklärt wie lang ein Text sein sollte und was bei der Keyworddichte zu beachten ist. Jetzt wird der Textaufbau unter die Lupe genommen.

Ein Text besteht im Prinzip aus 4 Bestandteilen:

  1. Titel
  2. Teaser
  3. Haupttext
  4. Zwischenüberschriften

1)      Auch der Aufbau eines Textes ist nicht unwichtig. Eine guter Titel fasst den Inhalt des Textes kurz und prägnant zusammen und den “Appetit” auf den Artikel wecken. Versucht werden sollte das wichtigste Keyword am besten an erster Stelle in der Überschrift zu platzieren oder zumindest soweit vorne wie möglich. Aufgepasst: Die Überschrift sollte auch eine echte Überschrift sein und keine Aneinanderkettung von Keywords!

2)      Mit dem Teaser wird in den Kontext des Berichtes oder Artikels eingeleitet. Auch hier kann das wichtigste Keyword sehr gerne vorne auftauchen. Der Teaser beinhaltet in 2-3 kurzen Sätzen worum es geht und kann als eine Minizusammenfassung aufgefasst werden. Er soll dazu anregen den ganzen Artikel zu lesen, also nicht das wichtigste oder interessante verraten ;-)

3)      Im Haupttext bietet man vor allem eines. Qualität! Man sollte nicht über Themen schreiben, von denen man keine Ahnung hat. Am besten schreibt man über Themen, die einen persönlich interessieren. Die Leser merken schnell ob sich der Autor mit dem Thema wirklich auseinandergesetzt hat und gerne darüber berichtet oder einfach nur “irgendetwas” schreibt. Und man will doch nichts mehr als zufriedene Leser, die die eigenen Artikel gerne lesen.

Hervorhebungen sind generell ein probates Mittel, um Texte angenehmer zu gestalten und einen Fokus zu legen. Dazu erschöpft es sich natürlich nicht mit den Zwischenüberschriften. Auch innerhalb des Textes können z.B. Fettmarkierungen, kursive Schreibweise etc. dazu genutzt werden, um Textpassagen hervorzuheben. Auch diese kleinen Maßnehmen werden neben dem offensichtlichen Effekt beim Leser, durch die Robots beim Lesen der Inhalte der Seite wahrgenommen und registriert. Allerdings sollten dazu auch die dementsprechenden Tags z.B. fett mit <strong> usw. eingesetzt werden. Desweiteren sollte darauf verzichtet werden, das gleiche Keyword mehrfach zu markieren, da dies wiederum auffällt und negativ wirken kann.

SEO-Optimierter Textaufbau

Eigene Darstellung

Unique Content

Suchmaschinen lieben gute Texte. Langfristig betrachtet ist einzigartiger (Unique Content) und informativer Text, der Lieblingsuntersuchungsgegenstand von Suchmaschinen. Das kostet unter Umständen viel Zeit und Mühe bzw. ein bisschen Investition, aber das ist es definitiv Wert und genau genommen sogar Pflicht, wenn man erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung betreiben möchte. Einen Mittelweg gibt es hier nicht. Siehe folgenden Punkt…

Duplicate Content

Dubilcate Content oder Double Content ist der Bruder von Unique Content. Ne, Spaß :-) Hierbei handelt es sich wie man bereits aus dem Begriff ableiten kann eben nicht um einzigartigen Inhalt, sondern um doppelten. Das heißt ein Text, dass es in ein einer bestimmten Form schon gibt. Es ist dringend davon abzuraten aus Gemütlichkeit oder anderen Gründen Texte einfach per Copy und Paste zu kopieren und zu veröffentlichen. Das hatte absolut keinen Effekt. Wie beim Unique Content angesprochen ist einzigartiger Inhalt von größter Relevanz. Das liegt vor allem daran, dass Suchmaschinen wie Google einen Text nur einmal lesen. Denselben Text nochmal auf einer anderen Website hochzuladen wäre deshalb schwachsinnig. Dieser wird schlichtweg ignoriert und man hat keinerlei Chance irgendwie an Relevanz in den Suchergebnissen zu gewinnen. Deshalb lieber etwas mehr Zeit nehmen und etwas Eigenes schreiben.

Optimierung von Bildern und Videos

Bilder bzw. Grafiken optimieren

Abbildungen sind eine willkommene Abwechslung um den beschrieben Inhalt zu visualisieren und damit auch den Lerneffekt bei den Lesern zu steigern. Mit dem richtigen Einsatz von Bildern werden nicht nur das Gedächtnis angeregt und das Interesse beim Leser aufrecht erhalten, sondern auch die Chancen in den Suchmaschinen gefunden zu werden gesteigert. Wie kann man das machen? Es ist so, dass Grafiken von Suchmaschinen üblicherweise nicht erkannt werden können. Deshalb versieht man sie zumeist mit Informationen, die der Suchmaschine mitteilen, dass ein Bild vorhanden ist.  Dazu wird der Alt-Tag verwendet. Das Alt-Attribut dient dazu dem Leser mitzuteilen, um was für ein Bild es sich handelt wenn er es z.B. nicht geladen wird und er mit der Maus über die Bildfläche geht. Allerdings dient er auch für die Robots als Information. Sie Lesen die im Alt-Attribut hinterlegte Beschreibung. Diese Daten werden dann bei der Suche nach Grafiken in der Suchmaschine herangezogen. Deshalb sollte sich hier auch definitiv das wichtigste Keyword zur Grafik/dem Artikel befinden. Aber Achtung. Keine Aufzählung von Keywords! Weiterhin kann bei der Bildoptimierung z.B. ein Titel mit dem Titel-Attribut vergeben werden, womit weitere Informationen beigefügt werden können.

Das Bild an sich sollte:

  • Eine möglichst kleine Dateigröße haben und nicht in den MB Bereich gehen
  • Auf alle Fälle einen Alt-Attribut haben
  • Das wichtigste Keyword zur Grafik/Artikel/Zwischenabschnitt im Alt-Attribut enthalten
  • In einem üblichen Format wie PNG oder JPEG abgespeichert werden (und hierbei auch schon auf den File-Namen achten, der sinnvoll ausgewählt werden sollte)

Videos optimieren

Wie wir inzwischen wissen können Suchmaschinen überwiegend nur Text lesen. Deshalb ist auch bei den Videos für die Robots i.d.R. nichts erkennbar. Genau wie bei den Abbildungen kann man aber auch hier mit ein paar einfachen Kniffen ein gutes Ranking mit den Videos erzielen.

1.       Verwenden von aussagekräftigen Titeln und Schlagwörtern

Der Titel ist wahrscheinlich das wichtigste am Video. Sollten im Video-Titel nicht die wichtigsten Keywords, wonach die Nutzer suchen vorhanden sein, wird es auch sehr schwer ein Top Ranking zu erhalten. Deshalb sollte man sich hier genau Gedanken machen und versuchen sich in den Nutzer hineinzuversetzen. Ein Trick um etwas flexibler zu sein ist z.B. das Video mit unterschiedlichen Titeln zu belegen. Das steigert die Wahrscheinlichkeit, dass das Video gefunden wird. Die Tags (Schlagwörter) sind ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Viele Videoportale bieten die Möglichkeit zu seinem Video Tags hinzuzufügen. Diese sollte man möglichst ganz ausnutzen. Dazu können bspw. Synonyme für das wichtigste Keyword verwendet werden. Ein Tipp, um verwandte Begriffe einfach und schnell zu finden ist das Keyword Tool von Google. Hier werden einem zu dem jeweiligen Begriff zahlreiche Alternativen angeboten und man sieht gleichzeitig deren Relevanz in den Suchabfragen bei Google.

Screenshot Google Keyword Tool

Eigene Darstellung

Google Keyword Tool Ergebnis Anzeige

Eigene Darstellung

2.       Verwendung Video Sitemaps

Über eine Video-Sitemap können der Suchmaschine Informationen wie Titel, Keywords, Beschreibung, unter welcher URL das Video aufzufinden ist usw. mitgeteilt werden. Eine Video-Sitemap ist ein speziell für Suchmaschinen bereitgestelltes Inhaltsverzeichnis, das i.d.R. im XML-Format bereitgestellt wird. Bei professionellen Video-Managementsystemen werden wird die Video-Sitemap meist automatisch zur Verfügung gestellt. Wie man eine Video-Sitemap erstellt wird bei Google erklärt.

3.       Video-URL

Videos werden u.U. mehrfach auf der Seite eingebunden, was nicht zu empfehlen ist, da sich das negativ auf das Ranking auswirken. Es sollte darauf geachtet werden, dass jedes Video über eine eigene Seite/URL verfügt. In einer sog. “sprechenden URLs” sind im optimalen Fall der Titel und das wichtigste Keyword enthalten. Sollten das Video dennoch mehrfach auf der Website platziert werden, empfiehlt es sich den Canonical-Tag zu nutzen. Dieser verhindert, die Einstufung jeder weiteren Einbindungen des Videos auf der Website als Double Content.

Weiterhin sollten eigene Videos zunächst auf der eigenen Website hochgeladen werden bevor sie im Web auf anderen Video-Portalen wie z.B. Youtube veröffentlicht werden. Ist das Video nämlich erst einmal mit der eigenen Website als originäre Quelle indiziert, kann man es mit reinem Gewissen weiter über Social Media verbreiten. Macht man es umgekehrt, könnte das Video nicht der eigenen Seite zugeordnet werden, sondern als geringwertiger Duplicate Content eingestuft werden, was sehr ärgerlich wäre.

Ich hoffe ich konnte, einen Einblick in die Optimierung des Contents verschaffen. Wer den Artikel informativ fand, darf es gerne weiter verlinken, teilen, liken, +1en, twittern, bookmarken und was es nicht alles gibt ;-) Ich freue mich über jeglichen Support.

Der nächste Part zu Was ist SEO Teil II – On-Page Optimierung folgt in Kürze und handelt von sauberen Linkstrukturen und URLs.

Titelbild: corbisimages.com

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Ein Kommentar

  1. Marco sagt:

    Hallo,

    wirklich ein sehr ausführlicher und guter Artikel! Keyworddichte ist zwar nicht mehr „up-to-date“ seit Karl Kratz WDF*IDF Nachweis, aber dennoch ein super Artikel.

    Gruß

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