Facebook testet Werbeformat in der Suchanzeige

Facebook Sponsored Results

Facebook ist derzeit an vielen Baustellen tätig. Neben dem möglichen Einstieg im Display Werbegeschäft außerhalb von Facebook, werden zurzeit auch die möglichen Werbeanzeigen im Suchfenster von Facebook getestet.

Das neue Werbeformat soll “Sponsored Results” heißen und ermöglicht den Werbetreibenden, Facebook Nutzern auf der Suche nach bestimmten Entitäten bzw. Objekten wie z.B. Apps, Orten oder Websites, ihre Werbung im Suchfenster anzuzeigen.

So könnte z.B. ein Unternehmen wie Zynga, Werbung für ihre Spiele anzeigen lassen. Konkret könnte es ein Ziel sein, die Nutzer auf das Spiel Zynga City Ville aufmerksam zu machen. Es wäre dann denkbar für das Objekt “City Ville” bei der Suche, eine Anzeige, die zu dem Spiel des Unternehmens führt zu platzieren.

Die Werbeanzeigen an sich werden sich von den unbezahlten Anzeigen rein optisch kaum unterscheiden. Bis auf die kleine Bezeichnung “Sponsered” (auf Deutsch möglicherweisend abweichend) wird kein Unterschied zu sehen sein.

Das Abrechnungsmodell soll auf CPC-Basis beruhen, also einem bestimmten Preis pro Klick auf die Werbeanzeigen. Wichtig zu betonen ist allerdings, dass es sich bei Sponsored Results um keine Keyword-Anzeige handelt, wie man es vielleicht von Google Adwords kennt. Es ist nicht möglich x-beliebige Begriffe “einzukaufen” und damit zu werben. Allgemeine Begriffe wie Schuhe, Handy oder Kameras werden also nicht als Werbeoption zur Verfügung stehen. Das Werbeformat soll das Anzeigen von Werbung bei ganz konkreten Abfragen (Objekten/Entitäten, siehe oben) wie z.B. “Sony Kamera”, “Maier’s Kurhotel” oder “City Ville” ermöglichen.

Die Werbung soll zudem nicht auf der vollständigen Ergebnisseite der Suche angezeigt werden, sondern nur unmittelbar unter dem Suchfenster erscheinen.

Facebook Sponsored Results

Quelle: techcrunch.com

Es wird nicht möglich sein mit den Anzeigen aus Facebook hinaus zu verlinken, sondern kann zu Facebook internen Objekten führen, was allerdings nicht negativ ausgelegt werden muss. Beispielsweise eröffnen sich so Chancen, die Nutzer direkt auf ein Coupon, eine eigene App oder einem E-Mail oder Telefon Anmelde-Widget zu leiten. Unternehmen können mehrere Objekte (Abfragen) gleichzeitig zur Vermarktung nutzen. Außerdem können die Suchwerbeanzeigen mit den Kriterien der anderen Werbeanzeigen auf Facebook verknüpft werden, sodass z.B. eine News-Seite für den Suchbegriff “N24″, die Anzeige in Sponsored Results an Männer zwischen 18-30 Jahren, die Boris Becker mögen, richten kann.

Werbetreibende, die bisher nicht zu ihren erwünschten Ergebnissen kamen, könnten mit diesem neuen Werbeformat besser in Schwung kommen. Insbesondere Unternehmen, die online verkaufen oder Spiele anbieten, können Sponsored Results als Direktmarketingmaßnahme einsetzen. Die bisherigen Anzeigen von Facebook’s Sidebar sind eher auf Branding ausgelegt und weniger für Sales und Aktionen, da nicht ausreichend Optionen zur Verfügung stehen, um die Nutzer unmittelbar bei einer Kaufabsicht anzusprechen. Man könnte die Anzeigen (trotz Targeting) einfach ignorieren, da zu einer bestimmten Zeit schlichtweg kein Interesse besteht. Bei Sponsored Results hingegen befindet sich der Nutzer bereits auf der aktiven Suche nach einem bestimmten Objekt, was die Chancen eine gewünschten Aktion herbeizuführen deutlich steigert und die Renditemöglichkeiten von Unternehmen erhöht.

Falls es zu einem Rollout kommen sollte, könnte dies eine weitere große Einnahmequelle von Facebook werden.

Quelle: techcrunch.com; Titelbild flickr.com/Franco Bouly

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