Facebook: Noch mehr Überwachung für höhere Werbeeinnahmen

Facebook Mobile

Bereits vor kurzem berichtete Alles Online Marketing darüber, dass Facebook schon in naher Zukunft Banner-Werbung außerhalb des eigenen Netzwerks bereitstellen könnte. Nun sickern auch Planungen durch, die Facebook-Nutzer vielleicht nicht gerne hören oder lesen möchten. Bald sollen auch die Nutzerdaten innerhalb der App-Nutzung analysiert werden.

Stichwort Apps

 

Nach einem Artikel des Wall Street Journal will das Unternehmen den mobilen Markt unsicher machen. Geplant ist ein Werbesystem auf die Beine zu stellen, das auf der Überwachung von Apps aufbaut, um so das Nutzungsverhalten der Nutzer zu analysieren. Damit soll die Werbung noch persönlicher werden und letztlich auch attraktiver für zahlungskräftige Werbetreibende. Konkret soll dies durch die Analyse der Programmnutzung von Facebook-Nutzern an Handy und Tablet realisiert werden. Auch über das Protokollieren und die Analyse von Daten innerhalb von Apps wird sogar nachgedacht.

Wie kommt Facebook an die Daten?

 

Das soziale Netzwerk setzt bei der Generierung von Drittnutzerdaten auf “Facebook Connect”. Durch Facebook Connect können sich Nutzer mit ihren Facebook Login-Daten, in zahlreiche andere Websites und Apps einloggen und nutzen. Als Beispiele seien hier Amazon oder LinkedIn genannt. Darauf basierend sollen dann die personalisierten Werbeanzeigen im Newsfeed eingeblendet werden. Ist ein Facebook-Nutzer z.B. ein großer Fan von Social Games der Firma XY, weil er eines der Spiele hochfrequentiert nutzt, so würden diesem Nutzer im mobilen Newsfeed weitere Spiele der Firma XY angeboten werden. Das System lässt sich natürlich auf sämtliche anderen Themen-Gebiete anwenden.

Kritik an dem Werbesystem

 

Während Facebook das sehr lukrative Geschäft bejubelt, kritisieren Experten indes die fehlende Möglichkeit für die Nutzer, Facebook Connect ohne die Überwachung zu nutzen. Beim Like-Button kann der Nutzer aktiv entscheiden und klicken. Im Gegensatz zum neuen System, bei der die Analyse vollautomatisch im Hintergrund abläuft und sämtliche relevanten Daten bei Facebook einspielt. Das System ist wesentlich offensiver und aggressiv im Gegensatz anderen Firmen wie Apple Inc. oder Google Inc. Auch diese Unternehmen analysieren Nutzerdaten, nutzen diese aber nicht im Stil von Facebook zu Werbezwecken. Apple weist seine Kunden in der Datenschutzerklärung z.B. auf die Möglichkeit der Werbeeinblendungen auf Basis von Downloads von Apps im Apps Store und iTunes hin. Google verwendet die Daten sogar gar nicht für das Targeting. Beide Firmen verzichten darauf eine Analyse der Nutzung innerhalb von Apps vorzunehmen. Genau das hat Facebook möglicherweise vor. Die Umsetzung ist bereits für Ende Juli 2012 vorgesehen.

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